Dez
03

Wenn das Umfeld krank macht

In der letzten Zeit, gibt es ein immer häufiger zu beobachtendes Phänomen. Es handelt sich dabei um Personen, mitunter sogar ganze Familien, die mehr oder weniger gezwungen sind, aus gesundheitlichen Gründen den Wohnort zu wechseln. Auf den Blick scheint es für den Laien keinen wirklich direkten Zusammenhang zwischen dem Wohnort einer Person und dessen Gesundheitszustand zu geben. Die Realität zeichnet jedoch ein gänzlich anderes Bild, als es gemeinhin wahrgenommen wird. Die Ärzteverbände, aber vor allem auch die privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen bescheinigen diesen stark ansteigenden Trend und blicken ihm mit großen Sorgenfalten entgegen.

Allein in den letzten zehn Jahren hat sich nach Auskunft diverser Fachleute die Quote derer, die auf Grund von gesundheitlichen Beschwerden einen Umzug durchführen müssen fast verdoppelt. Im Rahmen dieser Debatte ist es selbstverständlich sehr wichtig das zu verzeichnende Phänomen genauer zu betrachten. Wenn in der Literatur von diesen gesundheitlich bedingten Wohnortwechseln die Rede ist ein wichtiger Punkt zu beachten. Die Betroffenen Personenkreise wechseln nicht etwas ihre Wohnung, weil sie auf Grund einer Gehbehinderung die Treppenstufen nicht mehr steigen können; es geht auch nicht darum, dass ältere Menschen es vorziehen in eine Anlage des betreuten Wohnens oder ein Pflegeheim zu ziehen.

Bei dem hier vorliegenden Problem geh es darum, dass Menschen umziehen, weil sie ihre Wohnumgebung krank macht. Die Wohnumstände sind sozusagen die Ursache für die gesundheitlichen Beschwerden. Die Umstände sind häufig sehr verschieden. Ein Schwerpunkt liegt im Lärm. Menschen erkranken an Herz und Kreislauf auf Grund massiver Lärmbelästigung durch Straßen oder starken Flugverkehr. Sie müssen umziehen. Andere Ursachen sind in “verseuchten” Wohnungen zu suchen. Farben und Lacke die Kopfschmerzen verursachen und bis zu chronischen Migräneerkrankungen führen können. Immer häufiger sind derartige Fälle zu beobachten. Weiterhin verlassen einige Menschen auch die direkte Umgebung von Atomkraftwerken. Sie tun dies aus Angst vor einer zu großen Strahlenbelastung und dem damit zusammenhängenden erhöhten Risiko an Krebs zu erkranken.

Gesundheitsbedingte Umzüge scheinen ein neueres Phänomen zu sein. Hinsichtlich dieser Herausforderung sind alle verantwortlichen Akteure gefordert Schritte zur Linderung der Probleme zu unternehmen. So kann zum Beispiel ein Umzug nach Kanada viele Atemwegs- Erkrankungen lindern.

Dieser Beitrag wurde geschrieben von Frank Schiffer

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